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Als die Wikinger Christen wurden

Religionskontakte im frühen Mittelalter


Wikinger sind nicht erst seit der erfolgreichen Fernsehserie „Vikings“ und den neuen spektakulären Entdeckungen der archäologischen Grabung in Haithabu in aller Munde. Doch wer waren die „wilden Nordmänner und Nordfrauen“ tatsächlich? In welcher Kultur lebten und woran glaubten sie? Wie konnten sie ab dem 9. Jahrhundert politisch, ökonomisch und militärisch so erfolgreich sein, dass sie Teile Englands und Frankreichs eroberten, neue Länder wie Island entdeckten und sogar die Leibwache des byzantinischen Kaisers stellten? Antworten auf diese Fragen suchen wir anhand von archäologischen und literarischen Quellen.


Inhalt

Am Beispiel der Wikinger erleben die Schülerinnen und Schüler, welche Rollen Religion in einer historischen Gesellschaft einnehmen kann und wie sich Veränderungen in Gesellschaft und Glauben wechselseitig bedingen. Dazu sollen in thematisch arbeitenden Gruppen wichtige Themen der nordischen Mythologie anhand von Texten aus der Edda und den Isländersagas entdeckt und durch bildliche Darstellungen verdeutlicht werden, sodass sich ein breites Panorama dessen ergibt, woran die Wikinger glaubten und woraus sie ihr Selbstverständnis zogen. Im Anschluss wird die Frage beleuchtet, wieso die Wikinger trotz ihres Erfolgs nach und nach das Christentum angenommen haben und es zu ganz eigenen Mischformen von Christentum und Heidentum gekommen ist, deren Spuren heute noch in Island entdeckt werden können. Diesem „Synkretismus“ soll im Schülerlabor vor allem durch Runensteine nachgespürt werden. Dabei lernen die Schülerinnen und Schüler das Runenalphabet Futhark sowie eine kleine Anzahl altnordischer Begriffe kennen, um die „geheimnisvolle“ Symbolik der Steine zu entschlüsseln.
Das Projekt bietet curriculare Anknüpfungspunkte für die Fächer Religion (z.B. ev. Religion Sek I: IF 4 „Kirche und religiöse Gemeinschaften im Wandel“; IF 5 „Religionen und Weltanschauungen im Dialog"; IF 6 „Religiöse Phänomene in Alltag und Kultur“; Sek II: IF 2 „Christliche Antworten auf die Gottesfrage“; IF 4: „Die Kirche und ihre Aufgabe in der Welt“) und Geschichte (Sek I: IF 4 „Europa im Mittelalter“; Sek II: IF 1 „Erfahrung mit Fremdsein“; IF 2: „Begegnungen zweier Kulturen in Mittelalter und früher Neuzeit“).
Ein Projekt der Evangelisch-Theologischen Fakultät, Neues Testament und Judentumskunde, Andreas Seifert.

Organisatorisches

Dieses Projekt

  • richtet sich an Schülerinnen und Schüler der
    • Mittelstufe , Oberstufe
  • Schulfächer:
    • Geschichte , Religion
  • kann in Gruppen bis zu 30 Personen stattfinden.
  • findet von 9 bis etwa 15 Uhr statt, Termine nach Vereinbarung.
  • ist ohne Kostenbeteiligung.

Bei Fragen zu diesem Projekt wenden Sie sich bitte an den Bereich Geisteswissenschaften des Schülerlabors
(Tel.: 0234 / 32 24723, @: schuelerlabor-gg@rub.de).