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Bochum im Wandel

Stadtgeschichte an Objekten erforschen


Wie entsteht eine Stadt und wie verändert sie sich im Laufe der Zeit? Welche Geschichten können uns Objekte darüber erzählen? Welche Zugänge zur Vergangenheit ermöglichen sie und welche Vorstellungen rufen sie beim Betrachter hervor? Diese Fragen stellen sich bei der Arbeit an und in historischen Ausstellungen.


Inhalt

Auf Grundlage der Ausstellung „Hundert und sieben Sachen. Bochumer Geschichte in Objekten und Archivalien“ im Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte haben angehende Geschichtslehrkräfte ein Angebot für SchülerInnen verschiedener Jahrgangsstufen entwickelt. Dazu wurden aus den 107 Objekten der Ausstellung Objektgruppen zusammengestellt, anhand derer sich vier konkrete Themen und Epochen der Stadtgeschichte untersuchen lassen:
● Themenmodul 1: Vom Dorf zur Stadt. Bochums Entwicklung vom mittelalterlichen Dorf zur modernen Großstadt (KLP Sek I: IF 4-7 im Längsschnitt) Am Beispiel Bochums werden die Eigenschaften einer mittelalterlichen Stadt und weitere Phasen der Stadtentwicklung bis in die Neuzeit erkundet.
● Themenmodul 2: "Im Wald der Kamine". Die Dynamik von Bochumer Stadtbildern und Stadtleben im Zuge der Industrialisierung (KLP Sek I: IF 7; Sek II: IF 4) Die Schülerinnen und Schüler untersuchen den Wandel städtischer Strukturen und Lebensweisen während des industriellen Booms der Region, durch den Bochum schon um die Jahrhundertwende zur Großstadt wurde.
● Themenmodul 3: Die NS-Zeit 1933-1945. Auswirkungen des Nationalsozialismus auf das Leben in Bochum früher und heute (KLP Sek I: IF 10; Sek II: IF 5) Im Mittelpunkt steht die Geschichte des Nationalsozialismus in Bochum sowie die Auseinandersetzung mit dessen Folgen bis in die Gegenwart.
● Themenmodul 4: Von Mokkatassen und Geburtstagstelegrammen. Der Strukturwandel in den 1960er und 70er Jahren in Bochum (KLP Sek I: IF 11): Was haben zwei Mokkatassen, eine Frauenfahne, ein Glückwunschtelegramm und ein Lenkrad gemeinsam? Wenn die richtigen Fragen gestellt werden, erzählen diese Objekte erstaunlich viel über den Prozess des Strukturwandels in Bochum.
Im Fokus aller Workshops stehen regionalgeschichtlicher Zugang und Lebensweltbezug, Prinzipien des forschenden und exemplarischen Lernens sowie handlungsorientierte Arbeitsformen. Zentrale Untersuchungsgegenstände sind die Objekte, deren „‘Authentizität‘ […] der Ausgangspunkt für eine besondere Geschichtserfahrung [ist], die nicht nur auf kognitivem, intellektuellem und diskursivem Wege gewonnen wird, sondern die vor allem auf dem Prinzip der sinnlichen Anmutung, des sinnlichen Reizes aufbaut“. (Gottfried Korff)

Ein Projekt der Fakultät für Geschichte, Lehrstuhl Didaktik der Geschichte, Dirk Urbach und Geschichtsstu-dierende, in Kooperation mit dem Stadtarchiv/Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte.

Organisatorisches

Dieses Projekt

  • richtet sich an Schülerinnen und Schüler der
    • Mittelstufe , Oberstufe
  • Schulfächer:
    • Geschichte
  • kann in Gruppen bis zu 30 Personen stattfinden.
  • findet von 9 bis etwa 14.30 Uhr statt, Termine nach Vereinbarung im Zeitraum vom 5. Februar bis zum 30. Juni 2018.
  • ist ohne Kostenbeteiligung.
  • Veranstaltungsort ist das Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte/Stadtarchiv, Wittener Str. 47, 44789 Bochum.

Bei Fragen zu diesem Projekt wenden Sie sich bitte an den Bereich Geisteswissenschaften des Schülerlabors
(Tel.: 0234 / 32 24723, @: schuelerlabor-gg@rub.de).