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"Things I'll never say..."

Digital Storytelling of undocumented immigrant youth


Wie fühlt sich ein Leben im Untergrund an? Und wie gelingt es, der Gesellschaft davon zu erzählen? Eine mögliche Antwort darauf geben mutige, illegal in den USA lebende Jugendliche, die ihre persönlichen Geschichten in kurzen Videos überall im Netz, z.B. auf YouTube, posten. Das Ziel dieser Handlung: Die Gesellschaft und die Politik zum ‚Zuhören‘ zu bewegen, mit der Hoffnung auf politische Veränderungen, wie etwa die Möglichkeit des Zugangs zu höherer Bildung, versteuerten Nebenjobs oder schlicht auf ein emotionales Freisprechen von jahrelangen Sorgen, Schuld und Unterdrückung.


Inhalt

Dieses Projekt verbindet zwei auf den ersten Blick unvereinbare Aspekte: ein Leben „in the shadows“ und die öffentliche Bekanntgabe dieses Status im Netz. Anhand des Beispiels von illegalen Jugendlichen, die in den USA durch ihre Nutzung der sozialen Medien, wie z.B. YouTube, aktuell eine führende Rolle in der Immigrantenrechtsbewegung erlangt haben, werden die Schülerinnen und Schüler an das Leben von Migranten im Untergrund herangeführt.
Durch eine angeleitete, praktische Analyse von ausgewählten Videos dieser jungen Migranten – den "digital stories" – gewinnen die Schülerinnen und Schüler Einsicht in die Nutzung von verschiedenen Erzähltechniken und Modalitäten, wie etwa Stimmlagen, Gesten, Bildern, Musik und Requisiten aus dem täglichen Leben. Zudem stehen die unmittelbaren Effekte der Nutzung dieser Modalitäten in Videos auf YouTube im Vordergrund des Projektages. In diesem Rahmen beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler auch immer medienkritisch mit der Frage, wie diese Medien eine neue Form der "Öffentlichkeit" produzieren, in der sich (gesellschafts-)politische Phänomene mit Blick auf ganz aktuelle, globale Thematiken entwickeln.
Das Projekt bietet Anknüpfungspunkte an den KLP Sek I/Sek II, z.B. im Bereich „Interkulturelle (kommunikative) Kompetenz“ (Migration als persönliches Schicksal, Amerikanischer Traum). Die Ausrichtung des Projekts wird der jeweiligen Altersstufe der Schülerinnen und Schüler angepasst.
Ein Projekt der Fakultät für Philologie, Germanistisches Institut, Dr. Stefanie Ruhe.

Organisatorisches

Dieses Projekt

  • richtet sich an Schülerinnen und Schüler der
    • Mittelstufe , Oberstufe
  • Schulfächer:
    • Englisch , Erdkunde , Politik , Sozialwissenschaften
  • kann mit bis zu 30 Personen durchgeführt werden.
  • dauert von 9.30 bis ca. 14.30 Uhr (inkl. Mittagspause)
  • ist ohne Kostenbeteiligung.
  • Das Projekt ist aktuell ausgebucht; Termine für das neue Schuljahr werden im Februar 2019 bekanntgegeben.
  • wird bilingual vom Typ A angeboten, d.h.
    erfordert fortgeschrittene Kenntnisse in der Fremdsprache, da sie als "Verkehrssprache" dient.

Bei Fragen zu diesem Projekt wenden Sie sich bitte an den Bereich Geisteswissenschaften des Schülerlabors
(Tel.: 0234 / 32 24723, @: schuelerlabor-gg@rub.de).