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Die Kunst des Reisens

Eine historische Perspektive auf ein kulturelles Massenphänomen


Ob zu Fuß, zu Pferd, mit der Kutsche, dem Schiff oder per Auto, Bahn und Flugzeug – seit jeher zieht es den Menschen hinaus in die Welt, seine gewohnte Umgebung hinter sich lassend. Nicht nur der Komfort und die Geschwindigkeit, sondern auch die Motivation, welche die Reisenden antreibt, haben sich im Laufe der Zeit jedoch erheblich gewandelt. Im Schülerlabor untersuchen wir, was frühere von heutigen Reisenden unterscheidet.


Inhalt

Wie hat sich das Reisen als kulturelle Praxis entwickelt? Wie hat sich schließlich der kommerzielle Massentourismus in der Moderne etabliert? Was verraten uns Reiseaufzeichnungen (in schriftlicher, bildlicher und audiovisueller Form) über zeitgenössisches Denken in der Heimat? Und welche Effekte hat das im Kontext der Reisen generierte Wissen auf die Vorstellung der Welt? Als Alltagsphänomen verknüpft das Themenfeld Reisen das Leben der Schülerinnen und Schüler mit den Inhalten des Unterrichts.
Die Gruppe wird am Projekttag mit historischen Quellen arbeiten, die sie in dieser Form nicht oder nur vereinzelt aus dem Geschichtsbuch kennt: Reiseführer, Gästebücher und Handreichungen geben Aufschluss über die Konzeption und kulturelle Bedeutung des touristischen Reisens seit dem 19. Jahrhundert. Durch das Einbeziehen der Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler werden zudem Kontinuitäten und Wandelprozesse erkennbar, wodurch sich die Gruppe selbst in das Themenfeld einschreibt und Teil der Reflexion wird. Das Projekt ermöglicht den Schülerinnen und Schülern, sich im Rahmen der Analyse und Interpretation ausgewählter Quellen kritisch mit verschiedenen Formen historischer Darstellungen auseinanderzusetzen und sich dem Phänomen des Reisens vor dem Hintergrund des jeweiligen gesellschaftlichen und zeitlichen Kontextes aus unterschiedlichen Perspektiven anzunähern.
Curriculare Anbindung besteht z.B. an Inhaltsfeld 12 („Was Menschen früher voneinander wussten und heute voneinander wissen“) des Kernlehrplans Geschichte für die Sekundarstufe I.

Ein studentisches Initiativprojekt in Kooperation mit inSTUDIES und dem Lehrstuhl für Geschichte der frühen Neuzeit und Geschlechtergeschichte

Organisatorisches

Dieses Projekt

  • richtet sich an Schülerinnen und Schüler der
    • Mittelstufe , Oberstufe
  • Schulfächer:
    • Erdkunde , Geschichte
  • dauert von 9 bis etwa 15 Uhr.
  • ist ohne Kostenbeteiligung.

Bei Fragen zu diesem Projekt wenden Sie sich bitte an den Bereich Geisteswissenschaften des Schülerlabors
(Tel.: 0234 / 32 24723, @: schuelerlabor-gg@rub.de).