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Refugees welcome?

Über Migration, Flucht und moralische Pflichten


Gründe für Migration und Flucht aus der Heimat in ein vermeintlich „paradiesisches“ anderes Land wie Deutschland gibt es viele. Aber dürfen Staaten diesen Migrationsbewegungen im buchstäblichen Sinne Grenzen setzen? Sollen, müssen sie es im Interesse ihrer Bürger vielleicht sogar? Oder hat jeder Mensch das unbegrenzte Recht, sich frei zu bewegen? Diese Fragen sind nicht nur in Gesellschaft und Politik, sondern auch in der Philosophie höchst umstritten.


Inhalt

Die Frage, ob und unter welchen Bedingungen Menschen dazu berechtigt sind, sich in einem anderen Land als ihrem Herkunftsstaat niederzulassen, ist nicht erst seit der sogenannten „Flüchtlingskrise“ im Herbst 2015 Gegenstand hitziger Debatten und wissenschaftlicher Forschung. In der Philosophie wird schon seit längerem darüber diskutiert, ob etwa Menschen ein globales Recht auf Bewegungsfreiheit haben, oder aus welchen Gründen Staaten den Zugang zu „ihrem“ Territorium kontrollieren dürfen.
In diesem Workshop widmen wir uns den staatsphilosophischen Fragen rund um das Thema Zuwanderung. Wir werden vor allem die Argumente für und gegen „offene Grenzen“ untersuchen und dabei auch herausarbeiten, welche Grundannahmen und Werte den jeweiligen Positionen zugrunde liegen: Ist etwa ein Staat eine zufällige Ansammlung von Individuen, oder gibt es so etwas wie eine „nationale Identität“? Und was genau schulden wir Personen, die (noch) nicht zu unserer politischen Gemeinschaft gehören?
Das Projekt bietet Anknüpfungspunkte u.a. an das Inhaltsfeld 5 („Zusammenleben in Staat und Gesellschaft“) des Kernlehrplans Philosophie.
Ein Projekt der Fakultät für Philosophie und Erziehungswissenschaft, Institut für Philosophie I, Dr. Janelle Pötzsch.

Organisatorisches

Dieses Projekt

  • richtet sich an Schülerinnen und Schüler der
    • Oberstufe
  • Schulfächer:
    • Philosophie , Sozialwissenschaften
  • kann in Gruppen bis zu 30 Personen stattfinden.
  • findet von 9 bis ca. 14 Uhr statt, Termine nach Vereinbarung.
  • ist ohne Kostenbeteiligung.
  • Zur Zeit sind für dieses Projekt leider keine Termine verfügbar.

Bei Fragen zu diesem Projekt wenden Sie sich bitte an den Bereich Geisteswissenschaften des Schülerlabors
(Tel.: 0234 / 32 24723, @: schuelerlabor-gg@rub.de).