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Woher stammen iPhone, Jeans und Co.?

Warum uns die Globalisierung vor ethische Probleme stellt


Jeder genießt einen Nachmittag im Einkaufszentrum: Primark und H&M bieten aktuelle Modetrends auch für kleines (Taschen-)Geld, während bei Sizeer und Runnerspoint die neuesten Sneaker-Modelle locken. Aber woher stammen die Dinge, die wir in den Schaufenstern bewundern und begeistert nach Hause tragen? Und warum ist es wichtig, sich diese Frage zu stellen?


Inhalt

In diesem Projekt zur Wirtschaftsethik wollen wir uns mit der sogenannten Sweatshop-Debatte beschäftigen. Als Sweatshops bezeichnet man Fabriken in Übersee, in denen ein großer Teil der in Deutschland erhältlichen Textilien und Elektronikprodukte hergestellt werden. Die Arbeiter und Näherinnen in diesen Betrieben leisten nicht nur lange Schichten von bis zu 16 Stunden, sondern werden auch sehr schlecht bezahlt. Außerdem erfüllen viele dieser Fabriken keine Sicherheitsstandards, weshalb es immer wieder zu schrecklichen Unfällen kommt. Allerdings gelten diese Umstände Vielen als notwendiges Übel. So betrachten Ökonomen Sweatshops als wirtschaftliches Sprungbrett: Indem die billigen, wenig qualifizierten Arbeiter in Pakistan oder Bangladesh Kleider für den Export fertigen, fließt im Gegenzug ausländisches Kapital in diese Länder, das wiederum für bessere Technologien und mehr Bildung verwendet werden kann.
Im Schülerlabor nähern wir uns aktuellen Problemen der Weltwirtschaft aus der Perspektive der Moralphilosophie und fragen: Gelten Sweatshops zu Recht als ein moralisches Problem? Sollten Unternehmen, die in diesen Betrieben fertigen lassen, mehr tun, um die dortigen Arbeitsbedingungen zu verbessern? Und welchen Einfluss hat unser eigenes Kaufverhalten?
Das Projekt bietet Anknüpfungspunkte u.a. an die Inhaltsfelder 4 („Werte und Normen des Handelns“) und 5 („Zusammenleben in Staat und Gesellschaft“) des Kernlehrplans Philosophie und an das Inhaltsfeld 4 („Wirtschaftspolitik“) des Kernlehrplans Sozialwissenschaften.

Das Projekt kann wahlweise in deutscher oder englischer Sprache durchgeführt werden.

Ein Projekt der Fakultät für Philosophie und Erziehungswissenschaft, Institut für Philosophie, Dr. Janelle Pötzsch.

Organisatorisches

Dieses Projekt

  • richtet sich an Schülerinnen und Schüler der
      • Mittelstufe: Klasse 10
      • Oberstufe: Klasse 11 , Klasse 12 , Klasse 13
  • Schulfächer:
    • Englisch , Erdkunde , Philosophie , Sozialwissenschaften
  • kann in Gruppen bis zu 30 Personen stattfinden
  • findet von 9 bis ca. 14 Uhr statt, Termine nach Vereinbarung
  • ist ohne Kostenbeteiligung
  • Zur Zeit sind für dieses Projekt leider keine Termine verfügbar.
  • wird bilingual vom Typ B angeboten, d.h.
    erfordert fortgeschrittene Kenntnisse in der Fremdsprache, da zwischen Deutsch und/oder der Fremdsprache als "Verkehrssprache" gewählt wird.

Bei Fragen zu diesem Projekt wenden Sie sich bitte an den Bereich Geisteswissenschaften des Schülerlabors
(Tel.: 0234 / 32 24723, @: schuelerlabor-gg@rub.de).