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Zocker, Shooter und Strategen

Eine ethnographische Untersuchung zu Computerspielen


Was sind Daten? Wie werden sie erhoben und ausgewertet? Fragen wie diese sind das Handwerkszeug wissenschaftlich arbeitender Ethnographen, die Menschen in unterschiedlichen Lebenswelten beobachten. Im Mittelpunkt ihrer Forschung stehen nicht nur fremde Völker, sondern auch vertraute Situationen unseres Alltags wie das Spielen am Computer. Im Schülerlabor arbeiten die SchülerInnen als FeldforscherInnen, die anhand von Videomitschnitten ethnographische Daten erheben und diskutieren.


Inhalt

Da ComputerspielerInnen direkten Einfluss auf den Verlauf des Videos nehmen, müssen Computerspiele anders beschrieben werden als Filme: Sie sind audiovisuelle Medien, die nicht lediglich konsumiert werden, sondern Elemente wie Avatare, Waffen, Fahrzeuge oder Bewegung bereitstellen, mit denen auf vielfältige Weise interagiert und eine Welt erzeugt werden kann. Das Projekt geht diesem Phänomen nach und fragt nach den Welten, die im Computerspiel hergestellt und erlebt werden: „Wie werden Spieler, Spiel und die Beziehung zwischen Spiel und Spieler von den Beteiligten körperlich erfahren?“
Nach einem theoretischen Einblick in die Methoden der ethnographischen Forschung werden zur Beantwortung dieser Forschungsfrage Daten in Form von drei Videos bereitgestellt, in denen Computerspiele gespielt und analysiert werden. Die SchülerInnen achten anhand der zuvor besprochenen Methode be-sonders auf die Äußerungen der Redner und rekonstruieren auf der Grundlage ihrer Beobachtungen die Mikrowelten der verschiedenen Spiele als eigene ethnographische Analyse.
Das Projekt knüpft an das Inhaltsfeld 3 (Individuum und Gesellschaft) des Kernlehrplans Sozialwissenschaft an, in dem die SchülerInnen lernen, soziale Alltagserfahrungen in einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft mit Hilfe sozialwissenschaftlicher Methoden einzuordnen und zu verstehen.

Ein Projekt der Fakultät für Sozialwissenschaft, Mercator-Forschergruppe "Räume anthropologischen Wissens", Benjamin Weiner (M.A.).

Organisatorisches

Dieses Projekt

  • richtet sich an Schülerinnen und Schüler der
      • Mittelstufe: Klasse 9 , Klasse 10
      • Oberstufe: Klasse 11 , Klasse 12 , Klasse 13
  • Schulfächer:
    • Sozialwissenschaften
  • kann in Gruppen bis zu 30 Personen stattfinden
  • findet statt von 10 bis ca. 16 Uhr
  • ist ohne Kostenbeteiligung

Bei Fragen zu diesem Projekt wenden Sie sich bitte an den Bereich Geisteswissenschaften des Schülerlabors
(Tel.: 0234 / 32 24723, @: schuelerlabor-gg@rub.de).