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Was wäre, wenn...?

Anne Frank und ihre Hoffnung auf die Invasion der Alliierten


Als am 6. Mai 1945 das letzte der besetzten niederländischen Gebiete von den Alliierten befreit wird, ist die Familie Frank mit Ausnahme von Annes Vater tot. Für sie, wie für unzählige andere, kam der D-Day 1944 und die anschließende Befreiung des von den Nazis besetzten Europas zu spät – dabei gab es schon seit 1942 erste Pläne für eine Invasion. Das lange Zögern der Alliierten löste in der Geschichtswissenschaft die Diskussion aus, ob die Invasion zu spät kam und ob sie früher hätte durchgeführt werden können. Im Schülerlabor gehen wir diesen Fragen nach.


Inhalt

Bei unserem Projekttag dreht sich alles um die Invasion der westlichen Alliierten in der Normandie im Jahr 1944, die die Befreiung Westeuropas von der Nazi-Herrschaft zum Ziel hatte. Die Invasion wurde sowohl von der Politik als auch von Militär und Bevölkerung erwartet. Von der Jüdin Anne Frank beispielsweise wissen wir, dass sie sich intensiv mit dem Thema befasste und auf die Invasion und die damit einhergehende Befreiung hoffte. Auch die deutschen Besatzer erwarteten die Invasion und sicherten deswegen die Küste von Norwegen bis Spanien. Als die Invasion schließlich im Juni 1944 beginnt, dauert es allerdings noch fast ein Jahr, bis Nazi-Deutschland endlich bedingungslos kapituliert. Zu diesem Zeitpunkt sind Anne Frank und viele andere Juden und Verfolgte bereits tot.
In unserem Projekt erarbeiten die Schüler*innen die historische Kontroverse anhand von drei verschiedenen Historikerdarstellungen. Sie erhalten darüber hinaus eine Einführung in das fachspezifische Lesen historischer Texte. Auf dieser Basis bilden die Schüler*innen ein eigenes historisches Urteil, das es in einer anschließenden digitalen Podiumsdiskussion zu vertreten und verteidigen gilt.
Das Schülerlaborprojekt versteht sich als Beitrag zur digital gestützten Lehre. Curriculare Anknüpfungspunkte bietet das Inhaltsfeld 5 („Die Zeit des Nationalsozialismus“) des Kernlehrplans Geschichte NRW (Sekundarstufe II).
Im Rahmen eines Dissertationsvorhabens werden die Kompetenzen der Schüler*innen im Umgang mit multiplen Textdokumenten erforscht.

Ein Projekt der Fakultät für Philosophie und Erziehungswissenschaft, Arbeitsbereich Kompetenzentwicklung und Kompetenzmodellierung und der Fakultät für Geschichtswissenschaften, Lehrstuhl Geschichtsdidaktik;
Maria Alef, Prof. Dr. Marc Stadtler, Prof. Dr. Nicola Brauch.

Organisatorisches

Dieses Projekt

  • richtet sich an Schülerinnen und Schüler der
    • Oberstufe
  • Schulfächer:
    • Geschichte
  • kann in Gruppen bis zu 30 Personen stattfinden.
  • dauert von 8.15 bis ca. 12.30 Uhr, Termine nach Vereinbarung.
  • ist ohne Kostenbeteiligung.
  • Das Projekt findet online im Rahmen einer Webkonferenz statt. Die Schüler*innen benötigen für die Teilnahme einen Laptop/PC mit Webcam und kompatiblen Kopfhörern, sowie eine gute Internetverbindung.
  • Das Projekt sollte im Kursverband in der Schule durchgeführt werden, um eine Vergleichbarkeit der Versuchsbedingungen zu gewährleisten.

Bei Fragen zu diesem Projekt wenden Sie sich bitte an den Bereich Geisteswissenschaften des Schülerlabors
(Tel.: 0234 / 32 24723, @: schuelerlabor-gg@rub.de).