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(Alltags-)Rassismus in Deutschland

AfD, Antisemitismus und Racial Profiling


Durch Rassismus lässt sich der individuelle und gesellschaftliche Alltag strukturieren. Das hierzu angewendete Wissen wird als rassistisches Wissen bezeichnet. Ebenso wie das grammatikalische, pädagogische und wirtschaftliche Wissen eines Menschen ist das rassistische Wissen erworben. Es existiert nicht qua Geburt, sondern qua Sozialisation. Rassismus ist damit von Menschen gemacht und folgt einer Logik: Er dient als Legitimationsgrundlage, um Ungleichheitsverhältnisse etablieren und aufrechterhalten zu können.

Inhalt

Das Projekt soll Schüler*innen für die oft subtilen Facetten von (Alltags-)Rassismus sensibilisieren und ihnen eine kritische Auseinandersetzung mit der AfD, dem Antisemitismus, dem NSU bzw. dem Phänomen des Racial Profiling ermöglichen. Mit Hilfe handlungsorientierter sozialwissenschaftlicher Methoden erarbeiten die Schüler*innen eigene Lösungswege zum Umgang mit rassismusrelevanten Sachverhalten.

Angeboten werden drei Workshops mit unterschiedlichen Schwerpunkten, bei denen folgende Fragen im Mittelpunkt stehen:

1. Die Alternative für Deutschland (AfD) (16.06.26):

Wie vollzog sich der Wandel von der „Professorenpartei“ und der „Anti-Euro-Partei“ hin zu einer rechtspopulistischen und in Teilen sogar offen rechtsextremen Partei und welche Aspekte waren hierfür verantwortlich? Warum wird die Partei als rechtspopulistisch bzw. extrem rechts eingestuft? Inwiefern würde sich Deutschland verändern, wenn die AfD die Bundesregierung stellen würde?

2. Antisemitismus (23.06.26):

Was ist Antisemitismus und welche unterschiedlichen Formen des Antisemitismus kommen in unserer Gesellschaft vor? Welche Maßnahmen können gegen Antisemitismus ergriffen werden und was können junge Menschen gegen Antisemitismus tun?

3. Racial Profiling (30.06.26):

Was ist Racial Profiling, warum und wie wird es in der polizeilichen Arbeit eingesetzt? Was ist rassismusrelevant an dieser Praxis und ist Racial Profiling gesetzlich überhaupt erlaubt? Wie könnte eine rassismussensible Polizeiarbeit, ohne Racial Profiling, aussehen?

Ein Projekt der Fakultät für Sozialwissenschaft, Didaktik der sozialwissenschaftlichen Bildung, Prof. Dr. Karim Fereidooni, Dr. Jan Schedler und Studierende des Seminars „Rassismuskritik im sozialwissenschaftlichen Unterricht“.

Organisatorisches

Dieses Projekt

  • richtet sich an Schüler*innen der
    • Oberstufe
  • Schulfächer:
    • Sozialwissenschaften
  • kann in Gruppen bis zu 25 Personen stattfinden.
  • dauert ca. 5 Zeitstunden (inkl. Mittagspause).
  • ist ohne Kostenbeteiligung.
  • Für das Projekt werden zu den oben genannten Schwerpunkten die folgenden Termine angeboten: 16.06., 23.06. oder 30.06.26

Bei Fragen zu diesem Projekt wenden Sie sich bitte an den Bereich Geisteswissenschaften des Schülerlabors
(Tel.: 0234 / 32 24723, @: schuelerlabor-gg@rub.de).