Ob in der Fahrschule oder der Universität: Multiple-Choice-Tests stellen Prüflinge immer wieder vor Herausforderungen. Aber die Antworten sind ja bereits vorgegeben. Also kann man doch auch einfach raten und bestehen, oder? Wie wahrscheinlich ist es denn, einen solchen Test zu bestehen, wenn man absolut keine Ahnung hat? Kann man sich die Zeit zum Lernen nicht einfach sparen, wenn die Chance zum Bestehen groß genug ist? Dieser Frage gehen die Schüler*innen im Modultag „Bestanden?!“ nach und erarbeiten sich aktiv, selbstständig und experimentell die Formel zur Berechnung der Wahrscheinlichkeit einer Trefferanzahl in einer Bernoulli-Kette.
Bernoulli-Experimente, -Ketten und Binomialverteilungen werden durch Experimente mit verschiedenen Zufallsgeneratoren begreifbar gemacht. Diese konkreten Beispiele werden genutzt, um eine allgemeine Formel zur Berechnung der Wahrscheinlichkeit von Trefferanzahlen in Bernoulli-Experimenten („Bernoulli-Formel“) in der Sprache der Mathematik selbstständig zu formulieren.
Diese Erkenntnisse können idealerweise als Grundlage zur Weiterarbeit am Unterrichtsgegenstand der Binomialverteilungen genutzt werden. Darüber hinaus werden die prozessbezogenen Kompetenzen des Modellierens, Problemlösens, Argumentierens, Kommunizierens und das Nutzen von Werkzeugen durch den hohen Grad an Selbstständigkeit und den experimentellen, selbsterfahrenden Charakter des Projekts gleichermaßen gefördert und gefordert.
Dieses Projekt
Bei Fragen zu diesem Projekt wenden Sie sich bitte an das Koordinationsbüro des Schülerlabors
(Tel.: 0234 / 32 27081, @: schuelerlabor@rub.de).