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Kollaboration oder Auflehnung?

Wege von Bochumer Christ*innen im Nationalsozialismus mit virtuellen Touren entdecken

Kollaboration oder Auflehnung


© Stadt Bochum

Wer im Bochumer Stadtgebiet nach Spuren der NS-Vergangenheit sucht, stößt unweigerlich auch auf Wirkungsorte von gläubigen Menschen. Diese nahmen gegenüber dem Nationalsozialismus sehr unterschiedliche Positionen ein, von Kollaboration bis Auflehnung. Im Schülerlabor erarbeiten Schüler*innen die individuellen Wege von Bochumer Christ*innen im nationalsozialistischen Bochum und übertragen diese in eine digitale Umgebung. Dabei lernen die Teilnehmenden mit bereitgestellten Archivmaterialien das (kirchen-)historische Arbeiten kennen und erwerben Kompetenzen in der digitalen Geschichtsvermittlung. 

Inhalt

Die Teilnehmenden arbeiten anhand von Quellenmaterialien z.B. aus dem Stadtarchiv Bochum Orte heraus, an denen ausgewählte Bochumer Christ*innen im Nationalsozialismus gewirkt haben. Diese bringen sie, nach inhaltlicher Quellenanalyse mit der Projektleitung, in eine digitale Umgebung und erstellen dort mit der App "BIPARCOURS" eine eigene semi-virtuelle Tour. Mit dem Smartphone bzw. der App können die Nutzer*innen die verschiedenen Stationen im Bochumer Stadtgebiet ablaufen und dabei verschiedene Informationen sowie Aufgaben zum Thema bearbeiten. Das Projekt orientiert sich didaktisch an den Prinzipien des Game Based Learning, also der Nutzung von spielerischen Elementen in nicht-spielerischen Umgebungen, um Lerninhalte zu vermitteln. 
Das Projekt soll einen Beitrag zur Erinnerungskultur leisten und eine kritische Perspektive auf die Rolle von Christ*innen im Nationalsozialismus am lokalen Beispiel ermöglichen. So bietet dieses Projekt Anknüpfungspunkte an Themen des Kernlehrplans, die sich mit der Zeit des Nationalsozialismus sowie der Rolle der Kirchen beschäftigen.

Ein Projekt der Fakultät für Katholische Theologie, LS für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit, Philipp Goldt, Sandra Frühauf, Michel Scalet; in Kooperation mit der Initiative „Lernen durch Erinnern“.

Organisatorisches

Dieses Projekt

  • richtet sich an Schüler*innen der
    • Mittelstufe , Oberstufe
  • Schulfächer:
    • Geschichte , Religion
  • kann in Gruppen bis zu 30 Personen stattfinden.
  • dauert ca. 6 Zeitstunden (inkl. Mittagspause), Termine nach Vereinbarung.
  • ist ohne Kostenbeteiligung.

Bei Fragen zu diesem Projekt wenden Sie sich bitte an den Bereich Geisteswissenschaften des Schülerlabors
(Tel.: 0234 / 32 24723, @: schuelerlabor-gg@rub.de).

Förderung

Dieses Projekt wird im Rahmen des Ideenwettbewerbs 2025 durch die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung gefördert.

Ideenwettbewerb 2025