Wie kann ein über 2000 Jahre alter Text im 21. Jahrhundert lebendig werden? Im Schülerlabor trifft Vergils „Aeneis“ auf Künstliche Intelligenz: Mithilfe von KI-gestützten Tools erkunden die Schüler*innen zentrale Stationen der Irrfahrt des Aeneas. Wie dieser beginnen die Schüler*innen ihre virtuelle Reise in Troja, treffen in Karthago auf Königin Dido und landen schließlich in der Unterwelt. Ob KI ihnen helfen kann, von dort einen Ausgang zu finden?
Im Schülerlabor verbinden wir antike Literatur mit modernen Technologien – und lassen Schüler*innen Vergils Epos auf neue Weise entdecken. Jeder Station liegt ein lateinischer Text zugrunde. Über Kurzfilme, Podcasts, Comics und Bilder wird ein motivierender Zugang zu Aeneas‘ Erlebnissen geschaffen. Zugleich helfen Videos und Bilder bei der Texterschließung. Neu ist außerdem: Für dieses Projekt wurden extra Chatbots programmiert, die als „KI-Lehrer“ funktionieren. Sie können bei Schwierigkeiten durch den Text leiten und die Schüler*innen unterstützen, indem sie gezielt Fragen nach Formen oder Konstruktionen stellen – sie verraten aber nie die Übersetzung! Im zweiten Teil des Workshops erwartet die Schüler*innen ein Escape Room: Als Begleiter*innen von Aeneas durchqueren sie die Unterwelt und lösen sprachliche und inhaltliche Rätsel, um die Szenerie der Unterwelt und die Komplexität des Epos kennenzulernen.
Das Projekt bietet vielfältige Anknüpfungsmöglichkeiten an den Kernlehrplan der Sekundarstufen I und II. Neben der inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Text der Aeneis erwerben die Schüler*innen digitale Kompetenzen im kritischen Umgang mit Chatbots wie ChatGPT und erkunden den Mehrwert von KI für das eigene selbstständige Lernen.
Ein Projekt der Fakultät für Philologie, Institut für Klassische Philologie; Franziska Witt, Dr. Stephanie Natzel-Glei.
Dieses Projekt
Bei Fragen zu diesem Projekt wenden Sie sich bitte an den Bereich Geisteswissenschaften des Schülerlabors
(Tel.: 0234 / 32 24723, @: schuelerlabor-gg@rub.de).