In einer Zeit, in der die sozialen Medien einen immer größeren Raum im Alltag einnehmen, wird auch Religion in den digitalen Räumen immer sichtbarer. Irgendwo zwischen TikTok-Tänzern und Katzen-Memes nutzen junge Gläubige verschiedener Konfessionen digitale Plattformen, um einen Teil ihres Lebens zu zeigen und andere dafür zu begeistern. Digitale Medien und Religion stehen gerade in Zeiten von Lockdown und Pandemie in einem engen Verhältnis zueinander. Doch wo ist die Grenze zwischen privater virtueller Vernetzung und digitaler Missionierung?
Weltweit forschen Wissenschaftler*innen zu wichtigen Themen wie Klimawandel, Menschenrechten oder KI und tragen damit zur Lösung globaler gesellschaftlicher Herausforderungen bei. Im Idealfall gilt für die Forscher*innen dabei das Prinzip der Wissenschaftsfreiheit. Aber in vielen Teilen der Welt sind Freiheit und Mut zu denken in Gefahr. Im Schülerlabor untersuchen wir, welche Bedeutung Wissenschaftsfreiheit für unsere Demokratie hat, wieso sie so häufig bedroht ist und was wir dagegen unternehmen können.
Wer im Bochumer Stadtgebiet nach Spuren der NS-Vergangenheit sucht, stößt unweigerlich auch auf Wirkungsorte von gläubigen Menschen. Diese nahmen gegenüber dem Nationalsozialismus sehr unterschiedliche Positionen ein, von Kollaboration bis Auflehnung. Im Schülerlabor erarbeiten Schüler*innen die individuellen Wege von Bochumer Christ*innen im nationalsozialistischen Bochum und übertragen diese in eine digitale Umgebung. Dabei lernen die Teilnehmenden mit bereitgestellten Archivmaterialien das (kirchen-)historische Arbeiten kennen und erwerben Kompetenzen in der digitalen Geschichtsvermittlung.
Eine Metapher ist eine sprachliche Figur, die eine Verbindung zwischen zwei unterschiedlichen Begriffen herstellt, um komplexe Ideen auf eine zugängliche und anschauliche Weise darzustellen. In der heutigen Mediengesellschaft spielen Metaphern eine entscheidende Rolle. Sie sind in Zeitungsartikeln, politischen Reden, Werbeslogans und auch in sozialen Medien allgegenwärtig. Doch wie wirken Metaphern auf uns und wie beeinflussen sie unsere Wahrnehmung?
Biblische Geschichten sind wesentlicher Bestandteil des Religionsunterrichtes. Um die Glaubensaussage hinter einer biblischen Geschichte zu erschließen, ist eine Auseinandersetzung mit dem biblischen Text notwendig. Dabei ist es wichtig, neben kognitiven Aufgabenstellungen auch kreative Zugänge zu wählen, welche die Lebenswelt und Interessen heutiger Kinder und Jugendlichen berücksichtigen und so ein nachhaltiges Lernen ermöglichen. Im Schülerlabor erwecken wir dazu eine biblische Geschichte mit Hilfe einer kindgerechten Programmiersprache digital zum Leben.
Was sind die wichtigsten Feiertage im Islam? Stimmt es, dass Jesus von den Toten wieder auferstanden ist? Werde ich wiedergeboren, wenn ich Buddhist*in werde? Warum tragen viele Hinduist*innen ein Zeichen auf der Stirn? Was bedeutet im Judentum der Begriff „koscher“? Diese und weitere Fragen stehen im Mittelpunkt unserer wissenschaftlichen Entdeckungsreise zu den fünf großen Weltreligionen.
Religion erschafft und verfestigt bis heute Geschlechterrollen. Obwohl die damit verbundenen Regeln manchmal wenig Platz für Individualität lassen und starke Einschränkungen der geschlechtlichen Entfaltung mit sich bringen können, entscheiden sich viele Menschen für ein religiöses Leben. Im Schülerlabor untersuchen wir nicht nur traditionelle Rollenvorstellungen, wie man sie z.B. im Christentum, Islam und Judentum findet, sondern begeben uns auf eine religionswissenschaftliche Reise zu anderen Kulturen und Epochen mit ihren jeweils eigenen Vorstellungen von Religion und Geschlecht.