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(Alltags-)Rassismus in Deutschland

AfD, NSU und Racial Profiling


Durch Rassismus lässt sich der individuelle und gesellschaftliche Alltag strukturieren. Das hierzu angewendete Wissen wird als rassistisches Wissen bezeichnet. Ebenso wie das grammatikalische, pädagogische und wirtschaftliche Wissen eines Menschen ist das rassistische Wissen erworben. Es existiert nicht qua Geburt, sondern qua Sozialisation. Rassismus ist damit von Menschen gemacht und folgt einer Logik: Er dient als Legitimationsgrundlage, um Ungleichheitsverhältnisse etablieren und aufrechterhalten zu können.


Inhalt

Das Projekt soll SchülerInnen für die oft subtilen Facetten von (Alltags)Rassismus sensibilisieren und ihnen eine kritische Auseinandersetzung mit der AfD, dem NSU bzw. dem Phänomen des Racial Profiling ermöglichen. Mit Hilfe handlungsorientierter sozialwissenschaftlicher Methoden erarbeiten die SchülerInnen eigene Lösungswege zum Umgang mit rassismusrelevanten Sachverhalten. Angeboten werden drei Workshops mit unterschiedlichen Schwerpunkten, bei denen folgende Fragen im Mittelpunkt stehen:
1. Die Alternative für Deutschland (AfD): Wie vollzog sich der Wandel von der „Professorenpartei“ und der „Anti-Euro-Partei“ hin zu einer rechtspopulistischen und in Teilen sogar offen rechtsextremen Partei und welche Aspekte waren hierfür verantwortlich? Warum wird die Partei als rechtspopulistisch bzw. extrem rechts eingestuft? Inwiefern würde sich Deutschland verändern, wenn die AfD die Bundesregierung stellen würde?
2. Der Nationalsozialistische Untergrund: Über dreizehn Jahre lang, von 1998 bis 2011, haben die drei Kernmitglieder des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) Menschen ermordet, beraubt und terrorisiert. Wer waren die Mitglieder und UnterstützerInnen des „NSU“? Warum mussten sich die meisten von Ihnen bislang nicht vor Gericht verantworten? Welche Rolle spielt der Verfassungsschutz bei der Mordserie?
3. Racial Profiling: Was ist Racial Profiling, warum und wie wird es in der polizeilichen Arbeit (z.B. in der Silvesternacht 2016/17) eingesetzt? Was ist rassismusrelevant an dieser Praxis und ist Racial Profiling gesetzlich überhaupt erlaubt? Wie könnte eine rassismussensible Polizeiarbeit, ohne Racial Profiling, aussehen?

Ein Projekt der Fakultät für Sozialwissenschaft, Didaktik der sozialwissenschaftlichen Bildung, Jun.-Prof. Dr. Karim Fereidooni, Jan Schedler und Studierende des Seminars Rassismuskritik im sozialwissenschaftlichen Unterricht.

Organisatorisches

Dieses Projekt

  • richtet sich an Schülerinnen und Schüler der
    • Oberstufe
  • Schulfächer:
    • Sozialwissenschaften
  • kann mit bis zu 30 Personen durchgeführt werden.
  • dauert von 9 bis ca. 14 Uhr (inkl. Mittagspause).
  • ist ohne Kostenbeteiligung.
  • Für dieses Projekt sind momentan leider keine Termine verfügbar.

Bei Fragen zu diesem Projekt wenden Sie sich bitte an den Bereich Geisteswissenschaften des Schülerlabors
(Tel.: 0234 / 32 24723, @: schuelerlabor-gg@rub.de).