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Die Welt in Pixeln

Von Messwerten zu Fakten?


Der Klimawandel ist ein allgegenwärtiges Thema, nicht nur in der Wissenschaft, sondern auch in gesellschaftlichen Debatten. Aber woher wissen wir eigentlich, dass der Klimawandel wirklich stattfindet? Können wir überprüfen, ob Wissenschaftler gute Arbeit leisten? Und wie erlangen wir überhaupt wissenschaftlich fundiertes Wissen über die Welt?


Inhalt

Während innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft ein Konsens über die Existenz des Klimawandels herrscht, werden in der öffentlichen Diskussion immer wieder Zweifel an der Arbeit der Wissenschaftler geäußert. Im Zentrum steht dabei oft der Umgang mit Messdaten, die als unfehlbare Qualitätsmaßstäbe für Theorien und Modelle betrachtet werden. Hier setzt das Projekt an, welches Fragestellungen der Geographie mit denen der Philosophie verknüpft.
Das Projekt setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: Zum einen werden die SchülerInnen in grundlegende Techniken der Geomatik eingeführt. Anhand von Satellitenbildern und digitaler Bildverarbeitung erarbeiten sie eigenständig Lösungen zu Problemen im Kontext des Klimawandels. Dafür erheben die SchülerInnen mit GPS-Geräten eigene Daten, die mittels verschiedener Methoden ausgewertet werden. Am Ende stehen selbst produzierte Karten zu Klimaqualitätsflächenwerten, die je nach verwendeter Methode ganz unterschiedliche Ergebnisse zeigen können. Vor diesem Hintergrund diskutieren die SchülerInnen zum anderen wissenschaftsphilosophische Fragestellungen zum Umgang mit Daten, Theorien und Modellen und reflektieren Methoden, Arbeitsweisen und Zielsetzungen der (Natur-)Wissenschaften.
Das Projekt bietet Anknüpfungspunkte an den KLP der Sek. II in Geographie (z.B. IF 1 „Lebensräume und deren naturbedingte sowie anthropogen bedingte Gefährdung“) und Philosophie (IF 2 „Menschliche Erkenntnis und ihre Grenzen“, IF 6 „Geltungsansprüche der Wissenschaften“).
Ein Gemeinschaftsprojekt der Fakultät für Geowissenschaften, Geographisches Institut, Dr. Andreas Rienow und der Fakultät für Philosophie und Erziehungswissenschaft, Institut für Philosophie I, Maria Sojka.

Organisatorisches

Dieses Projekt

  • richtet sich an Schülerinnen und Schüler der
    • Oberstufe
  • Schulfächer:
    • Erdkunde , Philosophie
  • kann mit bis zu 25 Personen durchgeführt werden.
  • dauert von 9 bis ca. 15 Uhr.
  • ist ohne Kostenbeteiligung.

Bei Fragen zu diesem Projekt wenden Sie sich bitte an den Bereich Geisteswissenschaften des Schülerlabors
(Tel.: 0234 / 32 24723, @: schuelerlabor-gg@rub.de).