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Girls' Day und Boys' Day im Schülerlabor

28. April 2016

Philosophieren mit SpongeBob? Radioaktivität in der Umwelt? Heute findet bundesweit der Boys‘ / Girls‘ Day statt. Auch an der RUB und im Schülerlabor nehmen Schüler und Schülerinnen der Mittelstufe an spannenden Workshops teil.

Gbdb-2016 Teaser


Philosophieren mit SpongeBob? Radioaktivität in der Umwelt? Heute findet bundesweit der Boys‘ / Girls‘ Day statt. Auch an der RUB und im Schülerlabor nehmen Schüler und Schülerinnen der Mittelstufe an spannenden Workshops teil.

Im geisteswissenschaftlichen Labor dreht sich am heutigen Boys‘ Day alles um die tiefgründigen Fragen der Philosophie. Im Workshop „Philosophie und HipHop“ schauen sich die Schüler Musikvideos von Rappern wie Curse und Megaloh an. „Welche philosophischen Aussagen verbergen sich hinter den Texten?“, möchten die Projektbetreuer Isabelle Klasen und Dr. Eike Brock von den Schülern wissen. Timmi meint: „Echte Rapper rappen über ihr Leben. Rap ist mehr als Musik, Rap ist eine Lebenseinstellung.“ Zusammen mit Curse geht man im Workshop der „Lebensform Rap“ und ihren Gesetzen auf den Grund. Die Schüler diskutieren „Rap als Kampfsport“, das „Dissen“, „Biten“, „Freesytylen“, den „Flow“, „Respekt“, „Fame“ und die „deepen Sachen“…und tastet sich so langsam an die philosophischen Fragen heran: Was ist wichtig im Leben? Welche Moralvorstellungen, Werte herrschen vor? Einen Raum weiter schafft Projektleiter Dr. des. Niklas Hebing den Spagat zwischen SpongeBob und Immanuel Kant. Die Frage lautet: Was ist eigentlich normal? SpongeBob wäre so gern wie alle anderen, eifert ihnen nach. Aber was gehört zur Normalität? Ist Normalität ein Ideal? Die Schüler erarbeiten in Gruppenarbeit den idealen Lebensentwurf: mit 30 Kinder bekommen, ein Reihenhaus,… „Und wie wird dieses Ideal transportiert?“, möchte Hebing von ihnen wissen. „Durch Musik, Filme“, meint einer; durch „Nachahmen von Mitmenschen“, sagt ein anderer. Hebing zieht die ehrwürdigen Philosophen Kant und Rousseau zu Rate…Unterdessen im physikalisch-technischen Labor in NB: hier forschen die Girls zu spannenden Fragen der Physik. Wie kann man innere Organe mit Hilfe von Ultraschall sichtbar machen? Wo findet man überall natürliche Radioaktivität? „Sehr interessant“, findet Jasmin (13). Die Schülerin nimmt am Workshop „Physik in der Medizin“ von Dr. Ivonne Möller teil. Jasmin hat gelernt, wie wichtig Ultraschalldiagnostik in der Medizin ist: „Ohne Ultraschall geht nichts“, weiß Jasmin jetzt. „Das hat viel Spaß gemacht“, stimmt Freundin Melanie (13) zu. „Ultraschall hatten wir in der Schule noch nicht.“ Dann bestimmen die Schülerinnen die Geschwindigkeit von Ultraschall in Wasser. Wie lange braucht der Ultraschall um vom Sender zum Empfänger zu gelangen? An der Tafel vermerken sie ihre Messergebnisse. Die Schülerinnen wollen später „in die Richtung Medizin“ gehen. Beim Girls‘ Day können sie schon ein wenig Uniluft schnuppern.“

Die RUB beteiligt sich jedes Jahr am bundesweiten Boys‘ und Girls‘ Day und bietet umfangreiche Informationen zum Studium. Mit den geisteswissenschaftlichen Workshops möchte man junge Männer und mit den naturwissenschaftlich-technischen Workshops junge Frauen frühzeitig für die jeweiligen Fächer und Berufe begeistern. Der Aktionstag richtet sich an Schüler und Schülerinnen der Klassenstufen 8 bis 10, die das Abitur anstreben.