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Projekte Geisteswissenschaften

Einen aktuellen Auszug aus unserem geistes- und gesellschaftswissenschaftlichen Programm finden Sie hier.

Alea jacta est

„In Latein geht es immer nur um Krieg!“ – Das könnte man nach der Caesarlektüre wohl meinen. Aber Latein hat auch lange nach der Zeit der Römer noch als Sprache der Wissenschaft Karriere gemacht. So verfasste Jakob Bernoulli (1654-1705) sein für die Entwicklung unserer heutigen Wahrscheinlichkeitsrechnung sehr bedeutendes Werk „Ars Conjectandi“ auf Latein. Im Schülerlabor erkunden wir anhand von Aufgaben zu Würfel- und Kartenspielen aus der „Ars Conjectandi“ die Ursprünge der modernen Stochastik, deren Bedeutung weit über die Mathematik hinaus in die empirischen Wissenschaften reicht.
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Aller guten Dinge sind drei

Die Interpretation eines Textes stellt sowohl Lehrkräfte als auch Schüler*innen der Oberstufe immer wieder vor Herausforderungen: Gibt es die eine „richtige“ Interpretation? Welche Aspekte müssen bei der Textinterpretation berücksichtigt werden? Wo liegt der Unterschied zur Textanalyse? Und was zeichnet eine gelungene Textinterpretation überhaupt aus? Mit seiner facettenreichen Interpretationsgeschichte bietet sich Lessings „Nathan der Weise“ besonders dazu an, diesen Fragen nachzugehen.
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Alles auf Anfang!

Wer an Lyrik in der Schule denkt, der denkt oft an Gedichtanalysen. Das Reimschema soll erfasst, der Jambus erkannt, die rhetorischen Mittel herausgearbeitet und der Inhalt perfekt untersucht werden. Lyrik im Unterricht ist oft theoretisch und deswegen für SchülerInnen häufig nur schwer zugänglich. Lyrik geht aber auch anders – nämlich ganz praktisch! Im Schülerlabor werden Gedichte durch szenische Interpretation zum Leben erweckt.
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Alles was Recht ist?

Gesetze und ihre Auslegung sind für das menschliche Zusammenleben seit Jahrtausenden von Bedeutung. Die Anfänge der Rechtswissenschaft und damit auch der rechtswissenschaftlichen Ausbildung liegen in der römischen Antike. Welchen Wandlungen beides seither unterworfen war, wird gerade am Beginn der Ausbildung eines Juristen damals und heute deutlich.
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Alte Worte - Neue Technik(en)

Vokabellernen im und für den Lateinunterricht ist für SchülerInnen nach wie vor eine der größten Herausforde-rungen und erfreut sich nicht gerade großer Beliebtheit. Anders als im Englischunterricht ist ein „learning by doing“ in Form einer produktiv-aktiven Vermittlung und Verwendung im Fach Latein nur sehr eingeschränkt möglich. Entsprechend werden die behandelten Vokabeln schlechter abgespeichert und müssen zum Erlernen deutlich häufiger umgewälzt und wiederholt werden. Dass Vokabellernen auch anders geht und sogar Spaß machen kann, erfahren die Schülerinnen und Schüler in diesem Projekt.
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American Beauty

Miss America, Barbiepuppen, Disneyprinzessinnen, Hollywoodstars, Topmodels – überall begegnen uns in der heutigen westlichen Kultur vermeintlich schöne und ideale Körper. Aber wer oder was ist eigentlich schön? KulturwissenschaftlerInnen gehen davon aus, dass Schönheit und Vorstellungen vom idealen und ‚normalen‘ Körper kulturell, historisch und sozial konstruiert sind. Das heißt: Was als schön gilt ist historisch und kulturell verschieden und durch die jeweiligen Umstände bedingt.
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Black America

„What happens to a dream deferred?“, fragt der afro-amerikanische Lyriker Langston Hughes in seinem Gedicht „Harlem“ (1951) und verweist damit wenige Jahre vor dem Civil Rights Movement auf den noch unverwirklichten Traum gleicher Rechte und Freiheiten für Afro-Amerikaner. Doch wie ist die Situation in den USA heute? Inwiefern ist das Ziel einer "post-racial multicultural society“ verwirklicht vor dem Hintergrund vermehrter Fälle von Polizeigewalt gegenüber afro-amerikanischen Bürgern in den letzten Jahren und fortwährender Ungleichheiten zwischen „black“ und „white“? Was ist überhaupt afro-amerikanische Identität und was bedeutet es, schwarz zu sein? Welche Geschichte der Unterdrückung und des späteren Widerstands gegen Unterdrückung steht letztlich hinter gegenwärtigen Ereignissen?
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China entschlüsseln

Was assoziieren wir mit China, was spricht uns an und stößt uns eventuell ab? Gibt es ein China jenseits von Exotik und Turbo-Kapitalismus? Inwiefern missverstehen wir China, wenn wir keinen Zugang zu seiner Sprache, seiner Schrift und seinen Bildern haben? Was bewegt die Menschen in Deutschland heute, wenn sie an China nicht nur denken, sondern auch ein Stück China in ihre Nähe holen?
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Das Wörterbuch im Kopf

Wenn wir uns mit anderen unterhalten, produzieren wir etwa zwei bis drei Wörter pro Sekunde. Dabei machen wir uns selten klar, dass wir jedes Wort erst aus unserem mentalen Lexikon im Langzeitgedächtnis abrufen müssen, das tausende Einträge für Formen und Bedeutungen von Wörtern enthält. Im Schülerlabor erforschen wir durch Sprachexperimente, welche Vorgänge beim Zugriff auf das mentale Lexikon ablaufen.
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Descubriendo Chile!

Seit einigen Jahren ist Chile abiturrelevantes Thema in NRW. Warum Chile? Was ist für deutsche Spanischlernerinnen und -lerner bedeutsam und spannend an dem so weit weg liegenden Land? Wie können die in den Abiturvorgaben genannten Schlagwörter (z.B. „sociedad y cultura“) aus universitärer Sicht mit Leben gefüllt werden? Das Projekt führt Schülerinnen und Schüler exemplarisch an verschiedene Facetten eines faszinierenden Landes, seiner Sprache(n) und seiner Kultur heran und ermöglicht einen ersten Kontakt mit Themen und Methoden im Sinne einer Wissenschaftspropädeutik.
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Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen

Über dreizehn Jahre lang, von 1998 bis 2011, haben die drei Kernmitglieder des „Nationalsozialistischen Untergrundes“ (NSU) Menschen ermordet, beraubt und terrorisiert. Bei der medialen und juristischen Aufarbeitung dieser Verbrechen liegt der Schwerpunkt nur selten auf den Opfern und ihren Angehörigen. Welche Formen von (Alltags-)Rassismus stehen hinter den Taten des NSU und dem gesamtgesellschaftlichen Umgang mit ihnen?
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Die Querenburger Büchermesse

Wen ein spannendes oder interessantes, lustiges oder trauriges, gruseliges oder sommerlich-leichtes, dünnes oder dickes Buch einmal so richtig gefesselt hat, der möchte dieses Leseerlebnis gerne mit anderen teilen. Aber wie vermittelt man die eigene Begeisterung für ein bestimmtes Buch? Auf der „Querenburger Büchermesse“ lernen Schülerinnen und Schüler, ihre Lieblingsbücher wie ein Profi zu präsentieren.
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Die Suche nach des Pudels Kern

Textinterpretation stellt LehrerInnen wie SchülerInnen im Literaturunterricht der Oberstufe immer wieder vor Herausforderungen. Gibt es eine allgemein gültige „richtige“ Interpretation? Welche Aspekte des Textes sind bei der Interpretation zu berücksichtigen? Was zeichnet eine gelungene Interpretation aus? Ist Interpretation etwas anderes als Analyse? Mit seiner facettenreichen Interpretationsgeschichte bietet sich Goethes „Faust I“ besonders dazu an, diesen Fragen nachzugehen.
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Die Welt in Pixeln

Der Klimawandel ist ein allgegenwärtiges Thema, nicht nur in der Wissenschaft, sondern auch in gesellschaftlichen Debatten. Aber woher wissen wir eigentlich, dass der Klimawandel wirklich stattfindet? Können wir überprüfen, ob Wissenschaftler gute Arbeit leisten? Und wie erlangen wir überhaupt wissenschaftlich fundiertes Wissen über die Welt?
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Einfach nur ein freier Raum?

Fremdartig und abstrakt kommen uns Kunst und Philosophie oft vor. Aber beide sind Teil unseres Lebens und können als solche verständlich und zugänglich werden. Auf dem Campus der Ruhr-Universität entdecken wir einen Lebensraum, der sich auch als Kunstraum gestaltet. Welches System hat das „Labyrinth“ der Universität? Wie hilft uns die Kunst dabei, den Lebensraum Universität als einen freien Gestaltungsraum zu erfassen und zu erfahren? Und wie können wir uns von dem, was wir mit und von der Kunst über den Raum lernen, einen philosophischen Begriff bilden?
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Fake News

In Zeiten von Twitter, Facebook und Co. ist eine Vielzahl an Informationen frei im Internet zugänglich. Mit nur einem Klick können Inhalte schnell und vielfach geteilt werden, ohne dass sie einer genaueren Kontrolle unterzogen werden. Dies begünstigt die Verbreitung sogenannter Fake News, bewusst gestreuter Falschinformationen. Was aber steckt hinter diesen Fake News und wie kann man erkennen, ob das, was man liest der Wahrheit entspricht?
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Französischlernen lernen

Eine neue Sprache zu erlernen ist alles andere als einfach – und Französisch ist da keine Ausnahme. Manchem Lernenden erscheinen französische Rechtschreibung und Aussprache willkürlich und die Motivation zum Vokabellernen ist entsprechend gering. Im Schülerlabor erproben die Schüler*innen verschiedene Lernstrategien, die nicht nur das Vokabellernen unterstützen, lernen die häufigsten lautlichen und orthographischen Phänomene des Französischen kennen und erhalten einen ersten Einblick in das Lautschriftsystem.
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Götter, Feste, Rituale

Das Ruhrgebiet ist alles andere als grau: Eine bunte Vielfalt an etwa 200 Religionsgemeinschaften lebt zwischen Rhein und Ruhr. Im Schülerlabor gehen wir der Frage nach, welche religiösen Gruppen und Orte es vor unserer Haustür gibt und wie Religion dort gelebt wird. Wie feiern Hindus ihr großes Jahresfest im Hindu-Tempel in Hamm? Wer lebt im thailändisch-buddhistischen Tempel in Dortmund? Wie sieht ein Gottesdienst in der afrikanischen Pfingstkirche in Mülheim aus? Und wie lässt sich diese religiöse Gegenwartskultur wissenschaftlich erforschen?
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Geschichte im Film: Ein deutscher Held?

Mit dem Einsetzen des Filmzeitalters vor etwa 100 Jahren begann auch die filmische Darstellung historischer Ereignisse, die Lust Geschichte zu re-inszenieren und Vergangenes in bewegten Bildern zu vergegenwärtigen. In Deutschland ist gerade in den letzten 20 Jahren ein besonderes Interesse an Geschichtsfilmen zu beobachten. Thematisch dominiert die NS-Vergangenheit und seit kurzem auch die Geschichte der Teilung und Wiedervereinigung. Filmproduktionen wie „Good bye, Lenin!“ (2003), „Das Leben der Anderen“ (2004), „Der Untergang“ (2005), „Die Flucht" (2007) oder jüngst das Nachkriegsepos „Tannbach" (2014) locken Millionen vor die Bildschirme und in die Kinos. Woher kommt diese Faszination an der eigenen Geschichte? Was können wir aus solchen Filmen lernen?
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Grammatik-Workout Latein

Für Lateinlernende gilt ähnlich wie für Sportler: Ohne ein effizientes „Workout“ der für die Lektüre notwendigen „Muskeln“, wie der Wortschatzsicherung und -erweiterung und besonders der Grammatik, fehlt die notwendige „Power“, um lateinische Texte erschließen zu können. Im „Grammatik-Workout“ trainieren die Schülerinnen und Schüler ihre „Latein-Muskeln“, um nach der Spracherwerbsphase auch im nächsten „Level“ – der Lektürephase – fit zu werden.
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Hermann der Cherusker - ein deutscher Held?

Mit dem Einsetzen des Filmzeitalters vor etwa 100 Jahren begann auch die filmische Darstellung historischer Ereignisse – die Lust, Geschichte zu re-inszenieren und Vergangenes in bewegten Bildern zu vergegenwärtigen. Besonders Ereignisse, über die uns nur wenige historische Quellen berichten, lassen dabei einen großen Spielraum für historische Imagination und Neuerzählung. Am Beispiel der „Varusschlacht“ (9 n. Chr.) und dem daraus resultierenden Kult um Arminius/Hermann untersuchen wir Deutungsangebote für und Wirkung von Geschichtsfilmen auf den Zuschauer.
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Instagram, YouTube und Co.

Social Media sind längst fester Bestandteil unseres Alltags geworden. Ob unter Freundinnen und Freunden oder in der digitalen Unterhaltung – Vernetzung findet überall statt. Soziale Medien sind daher regelmäßig Thema öffentlicher Berichterstattung und haben zudem Einzug in den schulischen Kontext erhalten. Auch an der Universität sind sie Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen. Die dabei in den letzten Jahren in der Linguistik gewonnenen Erkenntnisse sollen ausgehend von den Erfahrungen der Schüler*innen im Schülerlabor erarbeitet werden.
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Italien zwischen Norden und Süden

Seit mehr als 150 Jahren ist Italien eine politische Einheit. Gleichwohl herrscht im kollektiven Denken Italiens ein dualistisches Bild vor: das Bild eines Landes, das durch eine imaginäre Linie ungefähr auf Höhe Roms in einen fortschrittlichen und reichen Centro-Nord und einen rückständigen und armen Mezzogiorno im Süden getrennt wird. Die schwierige Beziehung zwischen Norden und Süden, Settentrione und Meridione, stellt heute eines der Hauptprobleme der italienischen Gesellschaft dar, dem man in den föderalistischen bzw. separatistischen Bestrebungen der Lega Nord, in den Zeitungen, in den zahlreichen Foren im Netz, im Kino und im italienischen Alltag begegnet.
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Konflikt und Versöhnung

Konflikte gehören zu unserem Alltag. Ob in der Familie, mit Freunden oder Lehrern – keiner wird behaupten können, noch nie einen Streit ausgefochten zu haben. Ein Konflikt kann sehr schnell ausbrechen und ist verbunden mit Aggression, Beleidigung oder gar Gewalt zwischen den verfeindeten Parteien. Wie findet man angesichts solcher Verletzungen wieder zusammen? Kann das Leben weitergehen mit dem anderen, und wenn ja, wie?
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Kunst für alle!

Kunst ist für alle da! Aber für viele Menschen ist die Sprache, in der im Museum über Kunst geredet wird, ein großes Hindernis – sie ist zu kompliziert, zu theoretisch, zu abstrakt oder geht zu wenig auf ihre Sprachkenntnisse und Bedürfnisse ein. In den Ausstellungen von Situation Kunst (für Max Imdahl) kann Jede und Jeder einen ganz eigenen Zugang zu Kunstwerken unterschiedlicher Epochen und Stilrichtungen finden.
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L’Italia, Paese di immigrazione ed emigrazione

Es gibt wenige Themen, die in Europa derzeit so kontrovers diskutiert werden wie der Umgang mit Migration. Dabei ist diese keine Erscheinung unseres Jahrhunderts, sondern war vor 500 Jahren so aktuell wie heute. Der Workshop thematisiert Italien als ,klassisches‘ Auswanderungs- und auch Einwanderungsland in unterschiedlichen Epochen.
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Leben im All -- auf der Suche nach der zweiten Erde

Die Suche nach Leben im All ist in den Medien aktuell ständig präsent. Nachrichten über Entdeckungen neuer erdähnlicher Planeten erreichen uns fast täglich. Die Suche nach Planeten in anderen Sternsystemen (sog. Exoplaneten) kann aufgrund technologischer Entwicklung nun auch auf erdähnliche Planeten ausgeweitet werden. Aber was ist bei der Suche technisch überhaupt möglich? Was haben (Satelliten-) Teleskope bisher geleistet? Würden wir Leben auf einem Exoplaneten von der Erde aus eigentlich nachweisen können?
Mit Hilfe von kleinen Experimenten z.B. Simulation von Atmosphärenspektroskopie, Wood-Effekt und chemisch und biologische Untersuchung von in-situ Proben aber auch Einblicken in die aktuelle Forschung durch Teilnahme an öffentlich zugänglichen Wissenschaftsprojekten gehen die Schülerinnen und Schüler diesen Fragen auf den Grund und erfahren und verstehen Verfahren zur Nachweisbarkeit von Leben.
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Medien und ihre Auswirkungen

„Gewalt im Fernsehen macht aggressiv“, „Schlafprobleme bei Jugendlichen: eine Ursache könnte die Mediennutzug sein“, „Egoshooter machen Kinder gewalttätig“ – mit solchen Schlagzeilen berichten Medien regelmäßig über die Ergebnisse verschiedener empirischer Untersuchungen zu Auswirkungen und Risikofaktoren der Mediennutzung von Jugendlichen. Nach dem Motto „Zahlen lügen nicht“ werden Studienergebnisse dabei gerne als Beleg für eine glaubwürdige Berichterstattung genutzt. Aber wie kommen die Forscher zu diesen vermeintlich harten Fakten?
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Programmieren im Religionsunterricht?!

Biblische Geschichten sind wesentlicher Bestandteil des Religionsunterrichtes. Um die Glaubensaussage hinter einer biblischen Geschichte zu erschließen, ist eine Auseinandersetzung mit dem biblischen Text notwendig. Dabei ist es wichtig, neben kognitiven Aufgabenstellungen auch kreative Zugänge zu wählen, welche die Lebenswelt und Interessen heutiger Kinder und Jugendlichen berücksichtigen und so ein nachhaltiges Lernen ermöglichen. Im Schülerlabor erwecken wir dazu eine biblische Geschichte mit Hilfe einer kindgerechten Programmiersprache digital zum Leben.
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Radikale Transformation oder 'business as usual'?

Nicht erst durch Protestbewegungen wie „Fridays for Future“ ist der Klimawandel heute in aller Munde. Wissenschaftler sind sich weitgehend einig, dass es sich um eine menschengemachte Klimakrise handelt. Andere gesellschaftliche Akteure leugnen dies nach wie vor. Welche Positionen und Argumente werden von den unterschiedlichen Seiten vorgebracht? Welche Lösungsvorschläge gibt es? Und was kann die Politik tun?
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Religion und Geruch

Düfte spielen in vielen Religionen eine zentrale Rolle: Egal ob Weihrauch in der römisch-katholischen und den orthodoxen Kirchen, Räucherstäbchen bei den südindischen Hindus und den thailändischen Buddhisten oder die mit Myrtenblättern gefüllte Besamimbüchse in der jüdischen Kultur – der Einsatz von Düften ist vielfältig. Aber warum werden Düfte in verschiedenen religiösen Ritualen eingesetzt? Welche Rolle spielt dabei die Geruchswahrnehmung? Und welche Bedeutungen wird den Düften religiös zugeschrieben?
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Roma

Die Thematisierung Roms im Italienischunterricht sieht eine Beschäftigung mit „Größe und Glanz“ Roms (“la grandezza e lo splendore della città eterna”) vor, will aber gleichzeitig die modernen Herausforderungen der Großstadt herausstellen (“sfide di una metropoli moderna”). Dabei soll auch die künstlerische Darstellung der Ewigen Stadt in Literatur und Film behandelt werden („immagine della città in letteratura e film“). Im Schülerlabor begeben wir uns auf eine Entdeckungsreise durch die italienische Hauptstadt im Spannungsfeld zwischen „città eterna“ und „metropoli moderna“.
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Russisch - wozu?!

Wusstest Du, dass Russisch:
- von über 200 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen wird und weit über Russland hinaus verbreitet ist?
- in Deutschland nach Deutsch die am häufigsten gesprochene Sprache ist und über drei Millionen Menschen in Deutschland mit russischsprachigem Hintergrund leben?
- die im Internet am zweithäufigsten verwendete Sprache ist?
- zu den slavischen Sprachen gehört und sich über Russisch andere slavische Sprachen erschließen lassen?
- durch seine vielseitige Grammatik und den reichen Wortschatz eine Sprache ist, die auf vielfältige Art und Weise wissenschaftlich erforscht werden kann?

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Schmelztiegel Ruhrbergbau!?

Der Ausdruck „Schmelztiegel“ wird gerne verwendet, um die Zuwanderung in das Ruhrgebiet und vor allem in den dortigen Bergbau zu beschreiben. In der historischen Forschung ist diese Metapher jedoch umstritten. Gelang die Integration von Zuwanderern in die Industrie des Bergbaus und dessen regionale Gesellschaft tatsächlich besonders schnell und erfolgreich, wie die Metapher suggeriert? Im Schülerlabor gehen wir dieser Frage mit Hilfe von Zeitzeugen-Interviews mit ehemaligen Beschäftigten aus dem Bergbau nach.
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Schreiben wie ein Wissenschaftler

Wie schreibt eigentlich ein Wissenschaftler oder eine Wissenschaftlerin? Und welche Kriterien muss ein Text erfüllen, um wissenschaftlich zu sein? Im Schülerlabor gehen Schüler*innen diesen Fragen am Beispiel eines aktuellen Forschungsbereichs der Sprachwissenschaft nach, der linguistischen Landschaftsforschung. Im Mittelpunkt steht dabei die Verwendung von schriftlicher Sprache im öffentlichen Raum in mehrsprachigen Gesellschaften – z.B. deutsche Schriftzeichen auf chinesischen Hinweisschildern.
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Schreibspaziergang durch die Jahrhunderte

Ein Schriftsteller schreibt Bücher – sollte man meinen. Doch was heute so selbstverständlich erscheint, war es in anderen Epochen der deutschen Literaturgeschichte keineswegs. Zahlreiche Faktoren beeinflussten, was ein Schriftsteller schrieb, wie und wo ein Schriftsteller arbeitete. Im Schülerlabor erkunden wir an historischen Beispielen, welche Linien unserer kulturellen Schreibtradition die zeitgenössische Literatur bis heute prägen.
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Shakespeare or "Shakesfear"?

Shakespeares Dramen zählen nach wie vor zu den meist gespielten in den Theatern der Welt. Und auch mehr als 450 Jahre nach seinem Tod sind der „Barde von Avon“ und seine Werke immer noch Gegenstand der Forschung – und des Schulunterrichts. Woher stammt diese langanhaltende Faszination? Und was kann uns Shakespeare heute noch sagen?
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Soziologie der Lebensformen

Ob klassische Vater-Mutter-Kind-Familie, kinderlose Ehe, Regenbogen- oder Adoptivfamilie: In modernen Gesellschaften wie der BRD existieren heute zahlreiche divergierende Lebensentwürfe neben- und miteinander. Im Schülerlabor untersuchen wir aus soziologischer Perspektive, wie sich die damit verbundenen unterschiedlichen Lebensrealitäten ausdrücken und wie sie sich entwickelt und gewandelt haben.
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Stress lass nach!

„Was für ein stressiger Tag!“, „Mach dir doch keinen Stress!“, „Ich bin wieder total gestresst“: Solche Ausrufe hören wir Tag für Tag. Dem Stress und seinen Auswirkungen auf den Körper kann heute anscheinend niemand entkommen. Im Schülerlabor gehen wir dem Phänomen Stress auf den Grund. Gemeinsam wird gemessen, ausgewertet, ausprobiert und geplant – für einen stressreduzierten Alltag.
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That's "smart"!

Zuwanderer und Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen, entstammen einer Vielzahl von sprachlichen Hintergründen. Da das Lernen der Landessprache meist mit Hürden verbunden ist, behelfen sich viele von ihnen zunächst mit ihren Englischkenntnissen – und auch viele deutsche Gesprächspartner greifen zur Sprachmittlung auf die englische Sprache zurück. Mobile Technologien können dabei eine hilfreiche Unterstützung sein.
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Unternehmergeist wecken und entdecken

Bin ich ein Unternehmertyp? Was muss ich bei der Realisierung einer eigenen Unternehmensidee berücksichtigen? Und wie gehen Forscherinnen und Forscher mit dem Thema Unternehmertum um? Im Schülerlabor schlüpfen die Schülerinnen und Schüler in die Rolle von Unternehmensgründern und erhalten zugleich einen Einblick in die wirtschaftswissenschaftliche Forschung.
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Vielsprachiges Europa

Für Europäer von heute ist es eine Selbstverständlichkeit, mit den Mitbürgern ihrer Staatsnation in einer Hoch- oder Standardsprache zu schreiben und zu sprechen. Aber unsere „Muttersprachen“ sind nicht vom Himmel gefallen, sondern Ergebnisse langwieriger Prozesse. Im Schülerlabor gehen wir den geschichtlichen Hintergründen nach, die zur heutigen Verbreitung von und Vertrautheit mit den europäischen Nationalsprachen (z.B. Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch oder Spanisch) geführt haben.
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Von der Idee zum Text

Die ersten Schritte auf dem Weg zum eigenen wissenschaftlichen Text sind getan: Wir kennen das Thema unserer Facharbeit, haben uns eine konkrete Fragestellung überlegt und in der Bibliothek Literatur zum Thema besorgt – aber wie geht es nun weiter? 10 bis 12 leere Seiten sollen mit eigenen Gedanken, Argumenten, Zitaten und Fußnoten gefüllt werden, und das klar strukturiert und nach festen formalen Vorgaben. Gar nicht so einfach, hier einen Anfang zu finden! Gemeinsam mit Experten des Schreibzentrums der RUB erproben wir am eigenen Thema, wie aus einer ersten Idee ein wissenschaftlicher Text entstehen kann.
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Was wäre, wenn...?

„Fakten sind Fakten, aber das bedeutet nicht, dass sie unvermeidlich sind oder jemals unvermeidlich waren“, behauptet der Politiker und Historiker John Grigg. Was passiert aber, wenn man die Unvermeidbarkeit von historischen Ereignissen hinterfragt? Im Schülerlabor gehen wir dieser Frage anhand des Schicksals des jüdischen Mädchens Anne Frank nach, die in ihren Tagebucheinträgen vergeblich auf eine rasche Befreiung durch die Alliierten hofft.
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Wissenschaft unter Dach und Fach

Als Autor*in einer Facharbeit sollen Schülerinnen und Schüler zum ersten Mal „wie ein Wissenschaftler“ schreiben. Aber was ist eigentlich das Besondere an wissenschaftlichen Texten? Ist es egal, über welches Thema ich schreibe? Wie und wo finde ich passende Literatur? Welche Recherchemöglichkeiten nutzen Wissenschaftler*innen im Internet? Und worauf muss ich achten, damit mein Text wissenschaftlichen Standards genügt?
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Woher stammen iPhone, Jeans und Co.?

Jeder genießt einen Nachmittag im Einkaufszentrum: Primark und H&M bieten aktuelle Modetrends auch für kleines (Taschen-)Geld, während bei Sizeer und Runnerspoint die neuesten Sneaker-Modelle locken. Aber woher stammen die Dinge, die wir in den Schaufenstern bewundern und begeistert nach Hause tragen? Und warum ist es wichtig, sich diese Frage zu stellen?
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Zensur - oder: Was darf ich schreiben?

Zensur war schon immer ein Grundphänomen des Umgangs mit Kulturgütern und ist nicht auf die Diktaturen der Moderne begrenzt. Die Kontrolle über die geistigen Hervorbringungen war den Wächtern über Gut und Böse stets wichtig. Auch in unserer Demokratie darf man nicht alles veröffentlichen. Auf den stolzen Satz „Eine Zensur findet nicht statt“ folgt im Grundgesetz der Hinweis auf Jugend- und Persönlichkeitsschutz. Man muss sich also an bestimmte Spielregeln halten. Es kommt nur darauf an, wer diese setzt und wer sie kontrolliert. Am Beispiel der DDR-Literatur untersuchen wir im Schülerlabor, was den staatlichen Umgang mit Literatur in Demokratien und Diktaturen unterscheidet.
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"And the Querenburger Griffel goes to..."

Was macht eigentlich ein „gutes“ Buch aus? Und brauchen wir heute überhaupt noch Bücher? Tatsächlich stellt der Buchmarkt – trotz immer stärkerer Konkurrenz durch digitale und soziale Medien – nach wie vor eine äußerst einflussreiche Größe in der Medienlandschaft dar. Wir werfen einen Blick hinter die Kulissen des Buchmarktes und bilden uns ein begründetes Urteil über ausgewählte Neuerscheinungen im Bereich der Jugendliteratur.
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"So ganz deutsch bist du ja nicht?!"

Rassismus kann sich in vielerlei Art und Weisen zeigen. Manchmal sind es eher verdeckte Aussagen, in denen ein rassistischer Unterton mitschwingt. Andere Aussagen sind jedoch direkt und offensiv. Dadurch ergibt sich allein in der Begriffsbestimmung und -erkennung eine große Spannbreite, die sich auszudifferenzieren lohnt. Aber wie schlüsselt man diese Thematik in der Sozialwissenschaft auf? Und welche Forschungsansätze passen dazu, sich diesem sensiblen Thema zu nähern?

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#Religion

Mit dem Aufkommen digitaler Medien und Social Media (z. B. Twitter, Instagram und YouTube) wird Religion auch virtuell sichtbar: Der Papst twittert und die muslimische Gebets-App ist im Supermarkt, auf der Arbeit und auch auf dem Schulhof zu hören. Auch YouTuber widmen sich dem Thema Religion. Digitale Medien und Religion stehen in einem engen Verhältnis zueinander. Wie ist dieses Verhältnis aufzuschlüsseln? Wie verändert sich dadurch Religion? Wie sieht eine muslimische Gebets-App aus und was ist eine hinduistische Online-Puja? Und worüber twittert eigentlich der Papst?
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(Alltags-)Rassismus in Deutschland

Durch Rassismus lässt sich der individuelle und gesellschaftliche Alltag strukturieren. Das hierzu angewendete Wissen wird als rassistisches Wissen bezeichnet. Ebenso wie das grammatikalische, pädagogische und wirtschaftliche Wissen eines Menschen ist das rassistische Wissen erworben. Es existiert nicht qua Geburt, sondern qua Sozialisation. Rassismus ist damit von Menschen gemacht und folgt einer Logik: Er dient als Legitimationsgrundlage, um Ungleichheitsverhältnisse etablieren und aufrechterhalten zu können.
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